Langes Warten auf Geld für Sozialbestattung

Wenn Angehörigen das Geld für würdevolle Bestattungen fehlt, muss diese aus dem Sozialhilfe-Etat bezahlt werden. Der Kreis prüft Anträge oft monatelang. Bestatter müssen vorfinanzieren. Manchmal bleiben sie gar auf den Kosten sitzen.

Michael Keunecke, der mit seiner Mutter Bestattungsunternehmen in Geldern (ehemals Spolders) und Wesel führt berichtet: „Aktuell haben wir 15 Fälle aus 2013/14, wo wir noch auf unser Geld warten.“ Der Klever Bestatter Wilfried Hendricks (51) hat ebenfalls schon Fälle erlebt, in denen der Kreis eine Übernahme der Kosten am Ende abgelehnt hat. „Und dann sehen wir meist gar kein Geld“, klagt der Klever. Michael Keunecke bestätigt: „Es gab Fälle, da haben wir keinen Cent bekommen.“

Es gibt Wege, die Zahlung zu beschleunigen. Einer sind ständige Anrufe bei Sozialamt und Kreisverwaltung. Dass es auch unkonventionell geht, zeigt ein Beispiel aus der Praxis. Als in einem Fall von Michael Keunecke mal nur eine Unterschrift einer älteren Frau fehlte, und die immer wieder sagte, sie wolle ja zum Amt fahren und unterschreiben, habe aber keine Gelegenheit dazu, schlug der Bestatter ihr kurzerhand vor: „Okay, ich komme eben vorbei und fahre sie hin.“ Damit war der Fall gelöst, das Geld wurde bezahlt.

Quelle: RP, Dieter Dormann, 26.08.2014.

Den vollständigen Bericht lesen Sie unter:

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/langes-warten-auf-geld-fuer-sozialbestattung-aid-1.4476557