Nachlass 2.0: Was passiert nach dem Tod mit der Online-Identität?

Die meisten Menschen sind im World Wide Web aktiv und hinterlassen dabei Spuren in sozialen Netzwerken oder Foren. Passwortgeschützte Profile sind nach dem Tod für die Hinterbliebenen ein Buch mit sieben Siegeln.

Je internetaffiner ein Mensch gelebt hat, desto unerwarteter können seine Hinterlassenschaften sein. Bestattungen Keunecke aus Wesel und Bestattungen Uwis-Spolders in Geldern erweitern ab sofort ihren Service und bieten zur Regelung des digitalen Nachlasses das Online-Schutzpaket an – damit ist Michael Keunecke, der die Unternehmen gemeinsam mit seiner Mutter Margit führt, der einzige Bestatter im Umkreis, der auch in diesem Bereich Hilfe bieten kann.

“Mit dieser Dienstleistung weiß der Angehörige den digitalen Nachlass einfach und sicher geregelt”, erklärt der 33-Jährige. Dafür arbeitet er mit dem Unternehmen Columba zusammen. Mithilfe eines Datenabgleichs – Passwörter und Zugangsdaten werden nicht benötigt – werden Benutzerkonten und zugeordnete Vertragspflichten des Verstorbenen bei Internetunternehmen recherchiert.

Ein Beispiel aus der Praxis: Eine ältere Dame, etwa 85 Jahre alt, kam zu mir, um einen Vorsorgevertrag abzuschließen. Sie hatte sich Screenshots von allen wichtigen Informationen gemacht und ausgedruckt dabei. Das zeigt, dass das Internet in allen Generationen eine immer größere Rolle spielt, sagt Keunecke.

Die Angehörigen müssen also informiert werden, was sie mit den Konten genau machen sollen. Darüber hinaus benötigen sie alle wichtigen Zugangsdaten. Hierbei helfen digitale Nachlassverwalter wie Michael Keunecke und die Firma Columba.

Quelle: RP, Vera Straub, 10. März 2015

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http://www.rp-online.de/nrw/extra/bestattungsvorsorge/was-passiert-nach-dem-tod-mit-der-online-identitaet-aid-1.4932965